Montag, 24. Februar 2014

Fasnetsküchle - Gutes aus der Heimat IV






Die 'fünfte Jahreszeit', 
wird die Karnevalszeit gerne genannt.
Man kennt sie auch unter 
Fastnacht, Fasching, Fassenacht!


Wir im Ländle sagen: 
Fasnet!



Als Kind bin ich gerne zur 'Kinderfasnet' 
gegangen, das hat mit der zeit nachgelassen...

Vieles wiederholt sich  und so
 wird auch diese Zeit wieder
kommen (dem kleinen Menschlein zuliebe).

Jedoch ein Brauchtum wurde stets gepflegt
und wurde dieses Jahr schon umgesetzt, 
auch wenn etwas verfrüht!



Das Backen von
 Fasnetskiachla am 'Schmotziger Dooschtig'







Einst mussten vor der Fastenzeit 
Eier und Schmalz verbraucht werden.
Vor der Fastenzeit wurde nochmals richtig zugefasst
 und die Reste fanden eine sinnvolle Verwendung.










Vom Schmalz abgeleitet stammt der Name
 'Schmotziger Dooschtig'
(Schmotz= Fett - Dooschtig= Donnerstag).

In Frankreich ist dies der
'mardi gras' 
(fettige Dienstag),
 an dem die
'beignets de carneval'
 (Karnevalskrapfen)
 vernascht werden.




Rezept 
für ca. 8 Personen




Zutaten

500g Mehl
80g Butter
2 Eier
150 ml Milch
40g Hefe Prise Salz
60g Zucker
(Die Zutaten sollten 
Zimmertemperatur haben)

1,5 l Öl oder 1,5 kg Schweineschmalz









Zubereitung

Mehl in eine Schüssel geben.
In der Mitte eine Mulde formen 
und darin 50 ml Milch,
eine Prise Zucker und die Hefe
 zu einem Brei verrühren.
Den Vorteig 30 min. gehen lassen.
Die weiche Butter und die restlichen 
Zutaten mit dem Vorteig verkneten.
 Die Schüssel mit einem Geschirrtuch 
abdecken und 15 min. ruhen lassen.
Anschließend den Teig schlagen 
bis er Blasen wirft und nochmals
1 Std. gehen lassen.
Nun den Teig auf einen bemehlten Untergrund
 ca. 1 cm stark auswellen und
 Rauten schneiden.
Dann in heißem Fett beidseitig ausbacken.
Die fertigen, heißen 
'Fasnetskiachla' 
werden mit Zimt und 
(Puder-)Zucker bestreut!








Kalorienreich, aber sehr lecker...

En Guada!
(Guten Appetit)




ichliebediesentag





Kommentare:

  1. Sehr informativ. Das mit dem Schmotzigen Dooschtig höre ich zum ersten Mal. Nachdem Fasching hier nicht besonders gefeiert wird und eher was für die Kleinen ist, sind mir viele Bräuche gar nicht bekannt. Nur die Fasnetskiachla sind den hiesigen Faschingskrapfen doch recht ähnlich. Deine würd ich sehr gern mal kosten – sie sehen sprichwörtlich zum Anbeißen aus.
    Dann wünsch ich Dir noch viel Spaß in der kommenden Fasnet-Woche, liebe Steffi!

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    1. Vielen Dank, liebe Sonja!
      Eine wunderbare Woche für Dich, Steffi

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  2. Kalorien zählen wir später, da würd ich jetzt gerne an Kiachla kosten.. und etwas über Brauchtum aus dem Ländle hab ich auch dazu gelernt...
    Lieben Gruß und einen schönen Abend wünsch ich Dir,
    Kebo ;-)

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    1. Sie find eine Sünde wert!;-)
      Sei lieb gegrüßt, Steffi

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  3. Zimt und Zucker am frühen Morgen, da greife ich doch gleich mal zu!
    So ein Gebäck gibt es bei uns hier meines Wissens nicht. Da stehen gerade im Karneval "Berliner Ballen" hoch im Kurs. Der Teig scheint sehr ähnlich zu sein, nur sind sie rund und mit Marmelade, Schokolade oder auch Eierlikör gefüllt.
    Wobei mir Deine Variante ohne Füllung deutlich mehr zusagt. Allein schon wegen des Zimts...
    Auf die Kalorien wird auch hierbei natürlich nicht geachtet!
    Liebe Grüße
    Sabine

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  4. Berliner gibt es bei uns auch in diesen Variationen!
    Allerdings bevorzuge ich die selbstgemachten...
    Gehen schnell und schmecken so fein!
    Liebe Grüße, Steffi

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  5. Beim Bäcker hätte ich die kleinen Teigrauten wegen des Namens bestellt: Schmutziger Dooschtig. Natürlich, Deine wären mir lieber gewesen, aber ich vermute, nachdem ich hier so spät auftauche, sind schon alle aufgegessen.
    Einen schönen Abend für Dich, Cora

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